Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Roselli, Antonio

GND 100968872 – Dt. Biographie DNB

Leben – Vita

Geboren in Arezzo (Toscana) 1380, Studium in Bologna (Emilia-Romagna), lehrte ab 1406 als Lector des Kirchenrechts in Bologna, Florenz (Toscana) und Siena (Toscana), wo Enea Silvio Piccolomini 1427 sein Schüler war. Begab sich um 1430 nach Rom und wurde Konsistorialadvokat bei Papst Martin V., von Papst Eugen IV. als Legat zu Kaiser Sigismund gesandt. Verfasser der päpstlichen Bulle Deus novit gegen das Basler Konzil1433 September, siehe N. Valois, La crise religieuse du XVe siècle. Le pape et le concile (1418-1450), 1, Paris 1909 (http://www.archive.org), 252-260. Lehrte ab 1438 an der Universität Padua (Padova, Veneto), starb dort 1466, ist begraben in S. Antonio. Autor juristischer Consilia, der sich selbst laut Johannes de Segovia als "utriusque iuris monarcha" bezeichnete, und einer Schrift De ieiuniis. Handschriften seiner juristischen Kommentare und Consilia, auch seiner weiteren Werke, sind aufgeführt bei Th. A. Weitz, Der Traktat des Antonio Roselli "De Conciliis ac Synodis Generalibus". Historisch-kanonistische Darstellung und Bewertung (Konziliengeschichte, Reihe B), Paderborn u.a. 2002 xiii-xiv, 31-46 . Die Entstehung der Monarchia und die Beziehung der unten genannten Werke zueinander bedarf noch eingehender Untersuchungen.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 10.09.2019