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Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Walafridus Strabo

(Walahfrid)

GND 118628550 – Link zur DNB

Leben – Vita

Geb. 808/09 in Alemannien, wurde er von Kindheit an im Kloster Reichenau (O.S.B., Baden-Württemberg, dioec. Konstanz) erzogen und legte um 825 dort die Profess ab. 827-829 war er zu Studienzwecken im Kloster Fulda (O.S.B., Hessen, dioec. Mainz), danach bis 838 am Hof des Kaisers Ludwig des Frommen. 838 wurde er zum Abt der Reichenau gewählt, musste aber 840 aufgrund des karolingischen Bruderkriegs sein Kloster verlassen, da er im Machtbereich Ludwigs des Deutschen zu den Anhängern Lothars I. gehörte. Nach dem Exil in Speyer (Rheinland-Pfalz) kehrte er 842 auf die Reichenau zurück und starb 849 August 18 auf einer Reise ins Westfrankenreich. Begraben wurde er auf der Reichenau. Walafrid gilt als einer der hervorragendsten Dichter des 9. Jh., hat aber auch bedeutende theologische Werke verfasst. Falsch ist allerdings die ältere Zuschreibung der Glossa ordinaria zur Bibel an ihn. Zu den unten nicht aufgeführten Werken vgl. Comm. gen. Langosch – Vollmann (1999). Außerdem hat Walafrid noch Vorreden zu Einhards Vita Karoli Magni und zu Thegans Gesta Hludowici imperatoris verfasst.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

Erwähnungen

Letzte Änderung: 10.09.2019