BAdW

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Constitutum Constantini

(Konstantinische Schenkung)

Repertorium Fontium 3, 622

Autor
Entstehungszeit 700-850
Berichtszeit 315-317
Gattung Rechtstexte (weltlich)
Region Frankenreich; Italien bis 1200
Schlagwort Papst/Kaiser; Papstgeschichte; Fälschung/Fiktion; Konstantinische Schenkung; Inkunabeldruck
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Fälschung des 8. oder 9. Jh. über die Heilung, Bekehrung und Taufe Kaiser Konstantins durch Papst Silvester I. und die zum Dank dafür verliehenen Privilegien. Das Werk entstand vor der Herstellung der Dekretalen des Pseudo-Isidor, der frühesten Überlieferung, also vor der Mitte des 9. Jh. Als Entstehungsort wurde Rom zur Zeit Papst Hadrians I. (772-795) angenommen, neuerdings hat J. Fried (2007) die Fälschung ins Frankenreich der Zeit Ludwigs des Frommen (814-840) lokalisiert, aufgrund der Überlieferung mit Hilduin von St. Denis und Wala von Corbie zusammengebracht und in den weiteren historischen Kontext der Pseudoisidorischen Fälschungen gesetzt. Der Nachweis, dass es sich bei diesem Privileg um eine Fälschung handelt, gelang erstmals 1440 Lorenzo Valla († 1457). Inc.: In nomine sanctae et individuae trinitatis, patris scilicet et filii et spiritus sancti.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Alte Übersetzungen – Vet. Transl.

Altslawisch

Griechisch

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Englisch

Literatur zum Werk – Comm.

Zu Lorenzo Valla

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 17.06.2022

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