Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Historia Austrialis

(Geschichte Österreichs)

Repertorium Fontium 9, 260

Autor Pius II papa
Entstehungszeit 1453-1458
Berichtszeit um 1000-1458
Gattung Landeschronik
Region Italien ab 1200; Niederösterreich
Schlagwort
Sprache Lateinisch

Beschreibung

Überlieferungstitel nach der 3. Redaktion, auch Historia Friderici III imperatoris (Editionstitel). Abgefasst (und in drei Redaktionen weitgehend autograph überliefert) im Herbst 1453 (1. Redaktion, nur Autograph Wien, Österr. Nationalbibl., 3364) und zwischen 1454 Frühjahr und 1458 (2./3. Redaktion, Autographe Wien, Österr. Nationalbibl., 3365-3367 und weitere Hss.). Die erste Redaktion ist im wesentlichen eine Darstellung der österreichischen Adelsopposition des Mailberger Bundes unter Ulrich Eitzinger gegen Friedrich III. 1451/52, die zweite und dritte Redaktion sind ausgeweitet zu einer Landesgeschichte Österreichs mit Beschreibungen des Landes und der Stadt Wien sowie Kritik der sagenhaften Historiographie und mit historischen Rückblicken auf die Stauferzeit unter Benutzung der Werke des Otto von Freising, des Johannes von Viktring und Flavio Biondo. Keine der Redaktionen ist abgeschlossen. Die Historia Austrialis gilt als die erste humanistische Landesgeschichte jenseits Italiens. Wegen der vertrauten Stellung des Autors bei Kaiser Friedrich III. enthält sie reichhaltige Nachrichten über dessen Person. Inc.: Hystoriarum scriptores, qui veraces sunt (1. Redaktion), Divo caesari Friderico Romanorum imperatori augusto Eneas episcopus Senensis (Widmung der 2. Redaktion), Austria non, ut plerique arbitrantur, idcirco dicta est (Text der 2. und 3. Redaktion).

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Deutsch

Literatur zum Werk – Comm.

Literatur zum Autor – Comm. gen.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 10.09.2019