Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Chronik des Konstanzer Konzils

Repertorium Fontium 11, 262

Autor Richental, Ulrich
Entstehungszeit 1420-1437
Berichtszeit 1414-1418
Gattung Ereignisbericht
Region Schwaben
Schlagwort Konzil von Konstanz; Heraldik; Illustration
Sprache Deutsch

Beschreibung

Deutschsprachige Chronik über das Konzil von Konstanz. Sie bietet nicht nur eine sehr ausführliche Beschreibung der Ereignisse, sondern auch Namenlisten und Wappen aller teilnehmenden geistlichen und weltlichen Fürsten sowie Urkunden und Bullen als Textinserte. Acht der zwölf vor 1500 überlieferten Handschriften enthalten zahlreiche Illustrationen in Form von szenischen Bilder und Wappen, darunter auch eine kurze lateinische Handschrift, deren Text allerdings nur aus den Beschreibungen der Bilder besteht (St. Petersburg/Prager Handschrift). Die Chronik wurde um 1420 abgefasst, die überlieferten Handschriften kommen bis auf die späteren Abschriften alle aus der Zeit zwischen 1460 und 1500. Einige von ihnen stammen aus dem Besitz des Konstanzer Historiographen Gebhard Dacher. Der Text zeigt bereits in der ältesten Handschrift Spuren der Bearbeitung und ist in drei Versionen überliefert: Ich-Form (Aulendorfer Handschrift und Ableitungen), Er-Form (Konstanzer Handschrift und Ableitungen) und eine Mischung aus beiden Erzählformen, die auf Dachers Redaktion zurückgeführt wird und dem ersten Druck von 1483 zugrunde lag (Redactio chronici de concilio Constantiae habito auctore Ulrico de Richental), doch ist darüber hinaus der Textbestand der Handschriften variabel. Inc.: Hinach volgett wie das concilium gelait ist worden gen Costenz.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Faksimile-Ausgaben

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Deutsch

Englisch

Tschechisch

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 07.01.2020