Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Vita Willihelmi abbatis Hirsaugiensis

(Leben des Abtes Wilhelm von Hirsau)

Repertorium Fontium –, –

Autor Haimo Hirsaugiensis
Entstehungszeit 1091-1110
Berichtszeit 1030-1091
Gattung Hagiographie; Biographie; Dichtung
Region Alemannien
Schlagwort Orden: Benediktiner; Hirsauer Reform
Sprache Lateinisch

Beschreibung

(BHL 8919). Lebensbeschreibung des Abtes Wilhelm von Hirsau (1069-1091), verfasst zweifellos von einem Mönch des Klosters Hirsau, Johannes Trithemius zufolge von Haimo. Nur im ersten Teil der Vita werden biographische Daten genannt, überwiegend berichtet der Text von den Wundern und der Religiosität Wilhelms, am Ende auch von der Erhebung seines Nachfolgers Gebhard. Zum Großteil ist der Text vor 1105 verfasst, der Schluss erst nach 1107. Der überlieferte Text ist anscheinend eine verkürzende Bearbeitung der ursprünglichen Vita. Eine Neuedition für die MGH wird von D. Drumm vorbereitet. Inc.: Reverentissimus abbas Willihelmus Bawariorum prosapia. Als Anhang finden sich mehrere Gedichte: 1. 31 leoninische Hexameter, Inc.: Hac in scriptura Willelme patet tua vita, H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959, 7418 = BHL 8920. 2. ein Hymnus in 6 vierzeiligen Strophen, Inc.: Audi, Deus, ymnizantum. Nur in der Editio princeps findet sich 3. ein Epitaph auf Wilhelm von Hirsau in 18 leoninischen Hexametern, das aber anscheinend jünger ist, Inc.: Anno milleno complevit et nonageno, H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959, 1178a. Der Text der Vita ist auch ins Große österreichische Legendar aufgenommen (siehe Legendarium Austriacum, Magnum). Noch im 12. Jh., vielleicht aber erst im 15. Jh., entstand eine Versbearbeitung, von der allerdings nur zwei Fragmente mit insgesamt 76 Hexametern erhalten sind.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Ausgaben – Edd.

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Autorartikeln

Letzte Änderung: 20.04.2020