Bayerische Akademie der Wissenschaften

Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Histori von dem pösen Dracol, der vil wunders und ubels begangen hat

Repertorium Fontium –, –

Autor
Entstehungszeit 1462-1463
Berichtszeit 1447-1462
Gattung Ereignisbericht
Region
Schlagwort
Sprache Deutsch

Beschreibung

Titel nach der Londoner Handschrift, in den Frühdrucken auch Geschicht Dracole waide, Dracole waida und Ein wünderliche und erschröckenliche hystori von einem großen wüttrich genant Dracole wayda. Deutschsprachige Darstellung in (meist) 35 kurzen Episoden, welche die außerordentliche Grausamkeit des Woiwoden Vlad III. Tepes bezeugen sollen. Entstanden ist der Text vermutlich um 1462 am Hof des ungarischen Königs Matthias Corvinus, um Vlad zu diffamieren, ursprünglich wohl in einer lateinischen Fassung, auf der auch die Commentarii Papst Pius' II. und die Cronica regum Romanorum des Thomas Ebendorfer aufbauen. Möglicherweise wurde die Hetzschrift zunächst als Flugblatt verbreitet. Einige Handschriften bieten als Sondergut weitere Grausamkeits-Episoden. Gebhard Dacher hat den Text in seine Historia civitatis et episcopatus Constantiensis aufgenommen, eine dichterische Aufbereitung ist das Gedicht Von ainem wutrich der hiess Trakle waida von der Walachei des Michel Beheim. Neben den unten genannten Inkunabeln gibt es weitere fünf Drucke des 16. Jh., verzeichnet bei Annas-Paulus (2020) 127. Inc.: Item der alt gubernator, der hat den alten Dracol lassen tötten.

Handschriften – Mss.

Literatur zu den Handschriften allgemein

Alte Übersetzungen – Vet. Transl.

Niederdeutsch

Ausgaben – Edd.

Übersetzungen – Transl.

Französisch

Literatur zum Werk – Comm.

Erwähnungen in Werkartikeln

Letzte Änderung: 22.04.2021