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Geschichts­quellen
des deutschen Mittelalters

Grünwalder, Johann

GND 134290429 – Dt. Biographie DNB Wikipedia

Leben – Vita

Illegitimer Sohn des Herzogs Johann II. von Bayern-München, geboren 1392 oder kurz darauf. 1418 Doctor decretorum in Padua (Padova, Veneto), 1421 vom Domkapitel zum Bischof von Freising (Bayern) gewählt, doch wurde Nicodemus della Scala an seine Stelle gesetzt, Grünwalder darauf 1424 Februar 14 zum Generalvikar ernannt. Nach dem Tod della Scalas 1443 vom Freisinger Domkapitel erneut zum Bischof gewählt, versuchte er gegen Heinrich Schlick (den Bruder von König Friedrichs III. Kanzler Kaspar Schlick), Papst Eugen IV. und König Friedrich III. selbst das Bistum zu gewinnen, was ihm 1448 schließlich gelang. In diesem Streit verfasste Antonio Roselli ein Rechtsgutachten für die päpstliche Seite, die Allegationes in favorem papalis auctoritatis.

Seit Januar 1432 nahm Grünwalder am Konzil von Basel teil, wo er in die Deputatio pro reformatorio gewählt wurde. Sein Halbbruder Herzog Wilhelm III. von Bayern-München war 1432/33 Konzilsprotektor. Seit 1437 war er von Basel abwesend, 1440 kehrte er zurück. 1440 Oktober 12 Erhebung zum Kardinal von S. Martino ai Monti durch den Konzilspapst Felix V., † 1452 Dezember 2 in Wien.

Eine bedeutende Sammlung von Basler Konzilsschriften aus Grünwalders Besitz liegt vor in der Hs. München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 6490. Das Bücherverzeichnis im Nachlassinventar von 1453 ist ediert in G. Glauche – H. Knaus, Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz. 4,2: Bistum Freising. Bistum Würzburg, München 1979, 630-633, dort auch Verweise auf autographe Briefe vom Konzil an Herzog Albrecht III. von Bayern und über Spuren von  Grünwalders Bücherbenutzung.

Werke

Allgemeine Literatur – Comm. gen.

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Letzte Änderung: 31.01.2022

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